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Regiobranding-Aktionstag zum Thema
„Landwirtschaft und Tiere der Wilstermarsch“

Zu den übergeordneten Leitlinien des Regiobranding-Ansatzes gehört die Beteiligung von weiten Kreisen der Bevölkerung. Engagierte Bewohnerinnen und Bewohner zeigen die Verbundenheit mit ihrer Region und betonen die regionale Identität.

Auch 2026 werden wieder viele Menschen aktiv eingebunden sein. An zahlreichen „Stationen“ werden sie ihre Begeisterung rund um das für die Wilstermarsch prägende Thema „Landwirtschaft und Tiere“ weitergeben.

Ein Auszug aus einer Broschüre vom „Viehzuchtverein der Wilstermarsch“ aus dem Jahre 1913 mag zeigen, wie sich die regionale Landwirtschaft in über 100 Jahren verändert hat.

Vergleichen Sie gerne die Angaben in dem historische Text mit dem, was Sie aktuell am Aktionstag kennenlernen.

Viehzuchtverein der Wilstermarsch 1876

„In der Wilstermarsch ist der mittlere Besitz von 10 – 30 Hektar (ha) vorherrschend. Kleinere Besitzungen von 2 – 10 ha sind nicht selten, dagegen kommen solche von 30 – 60 ha und darüber verhältnismäßig wenig vor.
Neben Pferden, Schweinen und Schafen wird durchschnittlich auf dem ha ein Rind gehalten. […] Südlich von Wilster findet sich überwiegend schwerer Boden, der mehr zum Ackerbau (Weizen, Bohnen, Hafer) und Fettgräsern geeignet ist. […]

Nördlich von Wilster ist durchweg mehr leichter Boden, der geeignet ist zum Anbau von Hafer und Roggen und zur Aufzucht von Jungvieh. Ganz am Rande der Geest zieht sich ein schmaler Moorstreifen hin.

Nur ungefähr 1/5 des Bodens wird zum Ackerbau benutzt und in vielen Wirtschaften werden Stroh und Rüben zugekauft. Milchwirtschaft und Jungviehaufzucht waren stets die Haupteinnahmequellen.

Es wurde deshalb von alters her eine milchreiche und frühreife Rasse von rot-bunter Farbe gezüchtet. […]

Ausgezeichnete Gesundheit und kräftige Konstitution sind den Rindern […] eigen.
[…] Das Zuchtziel ist hohe Milchergiebigkeit, verbunden mit Mastfähigkeit und schöner Körperform. Zur Milchleistung des Wilstermarschrindes sei bemerkt: […] Es lieferte eine prämierte Kuh im Jahr 6570 kg Milch mit 208 kg Fett. […] Auch als Schlachtvieh haben sich Wilstermarschrinder sehr bewährt. […] Ochsen werden im Alter von 2 ½ Jahren mit einem Gewicht von 550 – 600 kg dem Schlacht-viehmarkt zugeführt.“

(Stand: 1. März 1913)