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Metropolregion Hamburg

  • Foto: Holger Arlt

Wilstermarsch erfahren Villa Schütt – historisches Schmuckstück mit inneren Werten

Für die einen ist sie geheimnisvoll, für andere gehört sie einfach zu Wilster: die Villa Schütt mit ihrem schmiedeeisernen Tor in der Etatsrat-Michaelsen-Straße 12a. 1897 im zeitgenössischen Jugendstil als Wohnhaus der Familie Marcus Schütt erbaut, gab sie später Jugendlichen wie Senioren, einer Strickwarenfabrik und in den 1970er Jahren sogar der Wilsterschen Zeitung ein zu Hause. Dabei blieb das Gebäude immer in Familienhand.

Die Villa gehört noch heute zu den prunkvollsten Jugendstilvillen in Schleswig-Holstein und steht auf einem 8000 Quadratmeter großen, parkähnlichen Grund. Das Gebäude hat zwei Stockwerke und ein Kellergeschoss, das gar keines ist. Durch eine Außentreppe und Erdaufschüttungen rund um das Haus hat es den Anschein, als sei das Haus unterkellert.

Der Eingangsbereich ist großzügig mit goldverzierten Rundbögen geschnitten. Die Zimmer zieren mehrfarbige Fliesenböden mit Ornamenten und Parkettfußböden mit unterschiedlichen Intarsien. Im Treppenhaus zum ersten Stock flankieren zwei riesige Ölgemälde das größte nichtsakrale Bogenfenster im Land. Das dreiflüglige Rundbogenfenster zeigt großflächig filigrane Bleiverglasung und im unteren Teil die drei Säulen im Deutschen Kaiserreich: den Reichslehrstand, den Reichswehrstand und den Reichsnährstand.Zurzeit wird das Haus von Rüdiger Paulsen, einem Urenkel von Marcus Schütt, und seiner Frau Birgit renoviert. Sie wollen im Herbst nach Wilster ziehen und zeigen am Sonntag, 11. September, im Rahmen des Aktionstags „Die Wilstermarsch erfahren“ die Prunkräume im Erdgeschoss sowie das Treppenhaus mit Halle im Obergeschoss.

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